
Auf dem Ubisoft Fantastic Five Event durfte ich für euch den neuen First-Person-Actionhit Red Steel 2 für die Wii anspielen. Als totaler Anfänger hatte ich dabei aber ein bisschen Bammel mich zu blamieren. Denn bisher war ich der Meinung, die Wii Steuerung sei mir zu hölzern, zu unangenehm. Doch ich wurde angenehm überrascht. Um ehrlich zu sein hatte ich sogar meinen hellen Spaß Red Steel 2 anzutesten. Und damit dieses Vergnügen nicht umsonst war, gibt es jetzt eine kleine Preview zu dem, was euch auf der Wii erwarten wird.
Für jeden, der das Spiel und die Story nicht kennt, gebe ich euch jetzt erst einmal eine kleine Zusammenfassung: Der Held des Spiels, ja er hat keinen Namen, besitzt wie schon im Vorgänger ein Katana und einen Revolver als Waffen und gehört einem Clan an. Gleich zu Beginn erfährt man jedoch, dass der komplette Clan ausgelöscht wurde, man selbst der letzte Überlebende ist und nun, wie denn auch sonst, Rache an den Leuten nehmen will, die den Clan ausgelöscht haben.
Dafür muss man sich durch die Level kämpfen und dabei jede Menge Krieger und Bosse aus dem Weg räumen. Erinnert mich ein bisschen an Lucky Luke, so lonesome Cowboy mäßig.
So nun aber dazu, was euch Gameplay mäßig so erwartet:
Red Steel 2 setzt die neue Wii MotionPlus gekonnt in Szene und nutzt diese um das Spielerlebnis noch intensiver zu machen. Besonders die Kämpfe mit bis zu 7 Gegnern profitieren hiervon. Es ist sogar fast so, als würde man den Kampf wirklich austragen. Das Kämpfen wird durch die intensiven Bewegungen zu einer ziehmlich realen Anstrengungen, d.h. die Zeiten des lustlosen Herumfuchtelns, welches man aus Wii Sports kennt, sind vorbei. Hier ist voller Körpereinsatz gefragt. Der Held rührt so lange keinen Finger, bis man den Arm endlich richtig schwingt. Aber keine Angst, dafür gibt es Tutorials mit einer hübschen Dame, die sich für euch plagt und alles genauestens zeigt, damit auch ja nichts schief geht.
Das Setting ist eine atmosphärische Bombe und einer der besten Aspekte des Spiels. Der asiatische Stil passt perfekt zum Katana, der Westernstyle zum Revolver. Was will man mehr? Auch die Details sind schon fast kleinlich genau. So lässt sich eine Bambusrohrwand mit einem gezielten Schwerthieb zerlegen, oder ein Kaktus mit ein bisschen Geschick in 2 Hälften zerteilen. Das Alles wirkt schon sehr schön. Weitere Details, wie der aufgewirbelte Sand und das Geräusch des heulenden Windes machen das Spielgeschehen aber noch intensiver.
Vor dem Spiel dachte ich mir auch: “Cell-Shading? Nicht mein Ding!” Doch wer Cell-Shading in anderen Spielen hasste, wird es in Red Steel 2 lieben. Da gebe ich Brief und Siegel! Diese Grafik wird auch der Grund dafür sein, warum das Game trotz brutaler Finisher noch ab 16 Jahren und uncut sein wird. Cellshading sei Dank.
Nun aber zu unserem Helden im eleganten Mantel. Ihn und seine Waffen kann man natürlich aufrüsten, doch wie fast alles im Leben, ist auch das in Red Steel 2 nicht umsonst, sondern muss in barer Münze bezahlt werden. Ich kann euch aber beruhigen, so schwer ist es nicht an Geld zu kommen. Man muss die Gegner nur möglichst mit Stil um die Ecke bringen, am besten noch mit Finishern, welche man zu Genüge im Shop kaufen und gleich darauf im Dojo um die Ecke üben kann. Auch muss man nicht bei den Standartwaffen bleiben, sondern kann sich, mit genug Kleingeld versteht sich, die Luxusversionen davon kaufen. Gut gefallen hat mir ebenfalls die Möglichkeit, z.B. die Munition des Revolvers “aufzutunen”. Missionen werden ganz einfach über Wanted-Zettel angenommen, die ihr an einem schwarzen Brett findet.
So, nun zum interessanten Teil in Red Steel 2, den Kämpfen! Noch nie war ich körperlich so fertig nach dem Zocken, wie nach dem ersten Endgegner des Spiels. Die Kämpfe sind fordernd, aber nie unfair. Bis zu 7 Gegner kann man, mit dem nötigen Können, auf einmal angreifen und im besten Falle natürlich mit den stylischen Finishern töten. Anders, als in anderen Spielen, wird hier aber nach jedem Kampf das Leben wieder komplett aufgefüllt. Was Anfangs nach ein bisschen zu viel des Guten erscheint, ist jedoch bitter nötig, da sonst die schnell aufeinander folgenden Kämpfe zu stressig werden würden. Die Bosse sind natürlich um einiges stärker als der normale 08/15 Gegner, sie haben aber immer eine Schwachstelle und sind somit gut zu besiegen.
Trotz all den Anstrenungen sind die Kämpfe ein Fun-Faktor, den man nicht mehr missen möchte. Die Bewegungen werden grandios umgesetzt, passen sehr gut in die Szenen und sind einfach gelungen.
Fazit: Ein Spiel, sie alle zu finden, sie zu knechten, im Dunkel zu halten. Nein mal ehrlich, so ein grandioses Game ist einfach ein Grund die Wii zu kaufen. Reed Steel 2 ist ein Spiel, dass ich mit Sicherheit öfter als einmal durchspielen und auch nie mehr hergeben werde. Auf jeden Fall ein Muss für jeden Schwertkämpfer und die, die es noch werden wollen. Einfach ein Spiel, das in keiner Sammlung fehlen darf!


